Sonntag, 29. Oktober 2017

Wochenupdate - Umstrukturierung und neues Day-Trading Wikifolio im Fokus

Der DAX konnte, dank Mario Draghi, auf ein neues Allzeithoch ausbrechen und lässt die lang umkämpfte 13000 Punktemarke hinter sich. Der EZB-Chef verkündet man Donnerstagmittag, dass das Anleihekaufprogramm bis mindestens September 2018 mit halbem Volumen weiter geführt wird und lässt sich gleichzeitig die Optionen einer weiteren Verlängerung oder gar einer Erhöhung völlig offenen. Die Börsen feiern diese Entscheidung, dass es auch weiterhin viel billiges Geld geben wird, und steigen daraufhin auf neue Hochs. Somit stehen die Börsenampeln, aus chart-technischer Sicht weiter auf grün.

In der letzten Woche habe ich das Wikifolio AA+ Day-Trading neu aufgelegt. In diesem Wikifolio werde ich versuchen mein Tagesgeschäft, welches ich bis jetzt mit CFDs in meinem eigenen Depot umsetzte, abzubilden. Hierzu werden täglich meist viele kleine Trades auf den DAX durchgeführt, mit dem Ziel eine möglichst Konstante Rendite, ohne großes Risiko und Draw-Downs, zu erzielen. Mein Ziel ist es das AA+ Day-Trading Depot schnellst möglich in den Status investierbar zu bekommen. Hierfür würde ich mich über zahlreiche Vormerkungen freuen.
Mein größtes Problem bei der Umsetzung meiner DAX-Tradingstrategie ist bis jetzt die stark begrenzte Order Möglichkeiten auf Wikifolio. Hier gibt es bis jetzt leider nur die Möglichkeit per Quote- oder Limitbuy zu ordern, hier wären die Einführung von Marketbuy Order (bestens kaufen) sehr Wünschenswert. Ebenso gibt es auch keinen Training-Stopp oder OCO (One-Cancels-Other) Orders (Die wichtigsten Orderarten). Ich persönlich hoffe dass diese Orders auch bei Wikifolio implementiert werden, weil sie den professionellen Handel auf der Plattform wesentlich verbessern würden. Ich werde diese fehlenden Ordertypen mit einem angepassten Handelsansatz entgegnen und bin zuversichtlich, dass auch mit diesem angepassten System, gute Renditen erwirtschaftet werden können.

Das Master-Trading ohne Hebel Depot gab in der vergangen Woche leicht nach. Die Börse ist keine Einbahnstraße und Korrekturen gehören eben auch zum Tagesgeschäft. Ich habe momentan weiterhin einige Limits im Markt um das Depot umzuschichten und sehe das Ganze bisher nicht als größeres Problem und gebe der Umschichtung bei stabilem Gesamtmarkt durchaus noch einige Zeit.
Mit den neu aufgenommen Positionen wie zum Beispiel Wirecard oder Infineon fühle ich mich durchaus wohl, weil beide Aktien liquide genug sind, um sie innerhalb von wenigen Sekunden komplett in den Markt zu geben, ohne den Kurs zu bewegen.
Die Ziele für die nächsten Tage und Wochen wird es sein mit genau solchen liquiden Aktien viel kurzfristigen Trades durchzuführen. Der Ablauf erfolgt fasst immer nach dem gleichen Schema. Im ersten Schritt wird bei einer chart-technisch interessanten Aktie eine Initialposition eröffnet. Anschließend wird die Aktie beobachtet und bei positiver Reaktion (steigenden Kurse) wird die Position in mehreren Tranchen bis maximal 10% Gewichtung aufgestockt. Danach werden zügig teilgewinne realisiert, meist noch am Tag der Positionseröffnung. Die restliche Position wird dann mit Stopp auf ca. Einstand abgesichert und es können in steigende Kurse weitere Teilschließungen durchgeführt werden. Sollte sich eine Aktie nicht wie gewünscht entwickeln wird der Trade über einen mentalen Stopp beendet.
Etwas Sorgen bereiten mir Momenten die Positionen bei Vectron und SNP. Langfristig bin ich von beiden Unternehmen überzeugt und ich bin der Meinung, dass die Aktien in einem Jahr höher notieren. Ich werde die Position aber nicht ins bodenlose fallen lassen, denn bekanntlich hat der Markt immer recht. Dennoch würde ich diese Aktien nur ungern auf diesem verbilligten Niveau verkaufen, sie stehen aber mittlerweile unter verstärkter Beobachtung.
Ebenso etwas Kopfzerbrechen bereitet mir die bevorstehenden Veröffentlichung des Q3 Geschäftsberichts des Unternehmens NVIDIA. Ich erwarte solide Zahlen, dennoch kann die Marktreaktion, auch bei sehr guten Unternehmenszahlen, durchaus negativ ausfallen. In meinem eigenen Depot ist diese Position stark übergewichtet und ich werde keine Stücke vor den Zahlen verkaufen. Mein präferiertes Vorgehen für das Wikifolio wäre, wenn das Depot bis zur Veröffentlichung am 9.11.2017 wieder auf Höchststand notiert, auch ein halten dieser Position über die Veröffentlichung der Geschäftszahlen. Um hier eine letztendlich Entscheidung zu fällen, werde ich die Entwicklung bis kurz vor den Zahlen abwarten. Ich halte Sie hierzu zeitnah auf dem Laufenden.

Am 31.10 (Reformationstag) haben die Börsen in Deutschland geschlossen und es findet kein Handel statt.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag. Bei Fragen und Anregungen freue ich mich von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

A. Albietz

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Analyse des Verkaufs illiquider Positionen



Der Verkauf der Ad Pepper Position ist nun vollbracht, ohne ins Bid zu verkaufen hat der Abbau etliche Tage gedauert. Interessanterweise hat hier wohl das Wikifolio "Value Driven" meine Stück abgekauft. Dafür bin ich sehr dankbar und ich hoffe Herr Rademacher kann die gekauften Stücke zu höheren Kursen wieder verkaufen. Die Aktie hat durchaus Potential, jedoch kann man bei einer solchen Aktie nicht schnell mal eine Position von 20.000 Stücken zu vernünftigen Preisen verkaufen. Das passt mehr mir nicht mehr ins Risikoprofil. Im "Value Driven" Wikifolio schlummern nun ca. 70.000 Stücke dieser Aktie, ein solches Risiko wäre mit meiner Handelsstrategie nicht mehr vereinbar.
Ich werde das Master-trading Depot nun Stück für Stück umschichten. Ich habe hier aber keine große Eile und werde dies auch nur häppchenweise durchführen. Der durchgeführte Verkauf der IVU Position heute Morgen zeigte deutlich, dass bei einem Market-Verkauf durchaus der Kurs bewegt wird. Ich habe hier im Vorfeld die Kauforder des Xetra-Orderbuchs analysiert, mit dem Resultat, dass ich den Bestand zu einem angemessenen Durchschnittskurs veräußern kann.

Heute um 13:45 ist EZB-Zinsentscheid, der Markt erwartet hier keine Veränderungen. Von der anschließenden Pressekonferenz erwartet man von Mario Draghi Aussagen inwieweit das Anleihekaufprogramm weitergeführt wird. Der Tage könnte heute, vor allem auf der Währungsseite, noch durchaus volatil werden.

Mit freundlichen Grüßen 

A. Albietz

Sonntag, 22. Oktober 2017

Wochenupdate

Die letzte Woche war von einer kleinen Korrektur der Master-Trading-Depots, sowie an den Märkten, geprägt. Somit war die Woche zwar nicht erfolgreich im Sinne von neuen Höchstständen, jedoch konnte ich einige neue Erkenntnisse gewinnen.
Als der DAX am Mittwoch, nachdem er ein neues Allzeithoch, bei knapp 13100 Punkten markiert hatte, gab es zunächst keine Anschlusskäufe. In Folge dessen stieg die Volatilität an und es folgte ein schneller Abverkauf um ca. 200 Punkte auf fast 12900 Punkten. Dieser Sachverhalt wäre für sich alleine betrachtet nicht weiter dramatisch, da der DAX sich wieder auf fast 13000 Punkte erholte. Interessant war aber die Tatsache, dass mit diesen zügigen Kursrutsch auch sehr viele gut gelaufene Nebenwerte überproportional abgaben, zum Teil innerhalb von wenigen Minuten um 5-10%. Was ich hier überwiegend beobachtet habe ist, dass bei einigen Werten kaum Kaufinteresse dem starken Abgabedruck gegenüber stand. Ich selbst probiert zügig die Cashquote zu erhöhen, was jedoch in Teilen an einem zu dünnen Orderbuch scheiterte. Extrem aufgefallen ist mir dies an der Aktie von Datagroup, einer Firma mit einer Marktkapitalisierung von ca. 330 Mio. €. Es war nicht möglich alle Stücke zeitnah ohne den Kurs maßgeblich zu beeinflussen, los zu werden. Die Aktie war mit ca. 5% gewichtet was bei einem investierten Kapital, im großen Wikifolio, mit ca. 2 Mio. € bei einem Kurs von 40€ in etwa 2500 Stücke sind. Anschließend habe ich das Orderbuch genauer bis in die Tiefe studiert und konnte anhand der Time-and-Sales-Liste erkennen, dass wenn ich den kompletten Bestand per Market-Sell-Order verkauft hätte den Kurs um mindestens 1€ gedrückt hätte (2,5%). In den meisten Fällen werde aber solche Aufträge von Wikifolio (also der Bank Lang&Schwarz) abgelehnt, sodass ich nur Stück für Stück verkaufen hätte können, was mit ziemlicher Sicherheit eine Verkaufswelle ausgelöst hätte.
In der anschließenden Fehleranalyse wurde mir klar, dass die Aktie in den vergangen Tagen einen durchschnittlichen Xetra-Umsatz von nur 10.000 Stück pro Tag hatte. Somit ist eine solche, illiquide Aktie für kurz bis mittelfristige Trades in dieser Größenordnung definitiv nicht geeignet. Kaum vorzustellen was mit dem Kurs passiert, wenn ein anderes Wikifolio, welches ich beobachte, das mit 9 Mio. € Kapital und ca. 5% Gewichtung ca. 11250 Stück dieser Aktie hält, zum Verkauf stellt. Normalerweise probiere ich solche Risiken strikt zu meiden. Hier werde ich in Zukunft verstärkt auf ausreichende Liquidität einer Aktie, schon vor dem Kauf ins Depot, achten müssen. Die Ausnahme würde ich hier nur bei Fundamentalen günstigen Aktie machen, bei denen ich auch gewillt wäre mittel- bis langfristig zu halten, wie zum Beispiel bei einer Blue Cap.

Auf dem falschen Fuß erwischt hat mich leider auch der Trade bei der Aktie Hypoport. Der Trade basierte auf reiner Chart-Technik und war auch nur auf Tagesbasis angelegt. Als dann das Unternehmen die vorläufigen Zahlen für das Q3 vermeldete, welche vom Markt sehr negativ aufgenommen wurden, rutschte die Aktie stark ins Minus. Meine ersten Verkaufsorders wurden leider alle von Wikifolio abgelehnt. Es kam zu einem Vola-Break auf dem Handelsplatz Xetra um 16:15 (Link Times and Sales) von fast 10 Minuten. Ein Abschlag von -15% erschien mir dann doch etwas übertrieben, was mich dazu veranlasste die Position vorerst nicht zu verkaufen.
Ich persönlich bewerte die letzte Woche durchaus positiv, da ich sehr wichtige Rückschlüsse ziehen konnte, und werde mein Tradingstil an die veränderten Gegebenheiten anpassen.

Im Detail bedeutet dies, dass kurzfristige Trades überwiegend in liquiden Werten aus TEC-DAX, M-DAX oder DAX durchgeführt werden. Allerdings sind hier Kursgewinne von 5% oder mehr eher selten, was größere Gewinne auf kurzer Zeitebene schwieriger macht. Der Vorteil besteht aber darin das man ohne Probleme Positionsgrößen von 10% auf- und wieder abbauen kann. In Summe werde ich jedoch immer vorsichtiger beim Aufbau von aggressiven Trades gerade im Nebenwertebereich und werde im Zweifel eine höhere Cash-Quote fahren. Der Gesamtmarkt wirkt aber nach wie vor sehr robust und jeder Rücksetzer wird bis jetzt von den großen Adressen zum Kauf genutzt. Zudem beginnen nun bald die saisonal starken Monate November und Dezember, Stichwort Jahresendrally.

Ich bin gespannt was in den nächsten Wochen an den Märkten passieren wird und wünsche allen einen schönen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen
A. Albietz

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Kurze Markteinschätzung nach kleiner DAX Korrektur



Nach Auswertung des Verfallsdiagramms für Morgen ist ein DAX-Stand zwischen 12950 und 13000 um 13 Uhr sehr wahrscheinlich. Ebenso steht der V-DAX bei ca. 12 weiter sehr Tief. Daraus leite ich ab das ohne übergeordnete, externe Faktoren die Gefahr einer größeren Korrektur (Crash) sehr gering ist. Ich sehe daher vorerst keinen Anlass eine große Cash-Quote aufzubauen. Bedenken Sie, dass bei jedem Kauf oder Verkauf, primär immer zuerst die Bank gewinnt (Gebühren) und Schwankungsbreiten in einstelligen Prozentbereich an der Börse durchaus normal sind. Ebenso macht es keinen Sinn einen festen Stopp-Loss, weder für Aktie noch für Wikifolio-Zertifikate, ins System zu setzen. Stopp-Loss sollten eigentlich immer mental oder nur auf Schlusskursbasis umgesetzt werden, Ausnahmen stellen hier Hebelprodukte, Cfds oder Futures dar. Ein fester Stopp im System wird viel zu oft von großen kapitalstarken Teilnehmern ausgenutzt und der kleine private Anleger ärgert sich meist immer dass der Kurs nach abholen des Stopps dreht. Ich persönlich verwende schon länger keine festen Stopps für Aktien, weder auf Wikifolio noch in meinen privaten Depots. 

Mit freundlichen Grüßen 

A.Albietz

Montag, 16. Oktober 2017

Seitwärtsphase im Depot und an den Märkten



Das Depot AA+ Master-Trading ohne Hebel lief in der vergangenen Woche seitwärts. Solange dies nahe dem Höchststand stattfindet, ist dies nicht weiter tragisch, denn die nächste Anstiegswoche kommt bestimmt. Die Kapitalerhöhung bei Micron sollte nun langsam verdaut sein und die Aktie darf ihre Rally fortsetzen. Als neue mittelfristige Position habe ich AT&S aufgenommen. Ich sehe hier durchaus Potential bis 25€ nach der letzten Meldung dass die Prognose und der Ausblick angehoben wird. Wünschenswert wäre, dass die Aktie wieder etwas zurück kommt um die Gewichtung auf mindestens 5% zu erhöhen.

Alles in allem läuft der Markt ohne nennenswerte Rücksetzer zwar sehr langsam aber stetig nach oben. Ich hätte mir beim überschreiten der 13000er Marke beim DAX durchaus etwas mehr Dynamik gewünscht, welche jedoch gänzlich ausblieb. Wie lange der Markt noch in diesem Schlafwagen-Modus verharrt kann keiner prognostizieren, jedoch ist sicher das sich dies irgendwann in der starken Bewegung entfalten wird. Ich persönlich präferiere einen starken Ausbruch nach oben, jedoch kann es genauso gut zu einer Korrektur kommen.

Sehr erfreulich entwickelten sich letzte Woche das A.A. Performance Wikifolio und das A.A. High-Risk. Im Performance Wikifolio wird eine Trendfolge-Strategie umgesetzt welche jeweils zum Monatsersten, nach Regelwerk, angepasst wird. Das Depot konnte seit Jahresbeginn um 47% nach Gebühren zulegen und besitzt momentan die "High-Performance" Auszeichnung. Das Wikifolio ist auf jeden Fall einen Blickwert.
Ebenso empfehle ich das A.A. High-Risk Portfolio mit auf die Watchlist zu nehmen, hier wird eine etwas aggressivere Trading-Strategie umgesetzt welche aber auch erheblich größere Ertragschance bietet. Im Wesentlichen werden hier, wie auch in den anderen Tradingdepots, kurze und mittelfristige Trades umgesetzt, jedoch ist die Gewichtung größer. Es eignet sich sehr gut zur Depotbeimischung um die Performance zu steigern.

Im Großen und Ganzen gibt es nicht allzu viel zu tun, ich bleibe dennoch sehr wachsam und beobachte die Entwicklung an den Märkten. 

Genießen die den Golden Oktober (sofern sie in Deutschland leben).

Mit freundlichen Grüßen A.A.